
Der römische Schriftsteller Plinius der Ältere schilderte seine Eindrücke über Palmyra in seinem Werk „Historia Naturalis“ wie folgt:
“Palmyra ist eine Stadt, die berühmt ist wegen ihrer Lage, wegen des Reichtums ihres Bodens und für ihre angenehmen Quellen; ihre Felder sind auf allen Seiten von einem weiten Sandgürtel umgeben. Durch die Natur schon immer von der umliegenden Welt getrennt, bestimmt die Stadt ihr Schicksal zwischen den beiden großen Imperien der Römer und Parther.”
Einer großen Oase, südlich der heutigen Ruinenstadt, verdankt Palmyra sein Entstehen. Unterirdische Quellen speisen Die Oliven, und Dattelhaine mit dem so wichtigen Wasser. Tontafeln aus dem 2. Jahrtausend vor Christi belegen die frühe Existenz der Stadt, die auch unter den Namen Tadmor oder Tadmur bekannt war.
Dank der großartigen Lage entwickelte sich Tadmor zu einem wichtigen Handelszentrum. Durch die Nutzung der Dromedare konnten neue Handelswege erschlossen werden und Tadmor konnte seinen Wirkungskreis ausbauen.
Durch den Zusammenbruch des Selekuidenreiches konnte Tadmor an Macht und Einfluss gewinnen. Die Handelsrouten nach Indien, China und Europa führten nun ausschließlich über Tadmor. Beträchtliche Einkünfte erzielte Tadmor durch Zolleinkünfte und durch die Bewachung der Logistikstationen durch befestigte Bogenstellungen.
Pompejus nahm 64 v. Chr. Syrien für das römische Imperium in Besitz. Bei dem Konflikt mit den Parthern wurden in Tadmor immer wieder diplomatische Verhandlungen geführt. Tadmor war neutral und Dreh- und Angelpunkt für Handel und Kommunikation.
Verführerischer Reichtum veranlassten wohl die Truppen des Marcus Antonius einen Plünderungsversuch zu unternehmen. Dieser scheiterte jedoch, da die Einwohner ihr Hab und Gut einfach mitgenommen hatten. Die Legionen fanden nur eine verlassene Stadt vor.
Tiberius nahm Tadmor die Selbstständigkeit. Die Stadt war nun Tributpflichtig. Ebenso erhielt sie den Namen Palmyra, die Palmenstadt.
Erneuten wirtschaftlichen Aufschwung nahm die Stadt unter Kaiser Hadrian, der sich für die Niederschlagung des Nabataerstaates in Petra verantwortlich zeichnete. Ihm zu Ehren wurde die Stadt Hadriana genannt, und das Hadrianstor gebaut.
Caracalla erklärte die Stadt zur römischen Kolonie und förderte die weitere Romanisierung der Stadt. Zudem wurden Palmyrische Kamelreiter und Bogenschützen zum Dienst im römischen Heer herangezogen.
Mitte des 3. Jahrhunderts nach Christe geriet das politische Gleichgewicht im vorderen Orient etwas aus den Fugen. Die arabische Familie Julii Aurelii Septimii konnte sich die Querelen zu nutze machen und kletterte an die Macht. Das Oberhaupt war Septimus Odainat.
Die Sassaniden wollten zu dieser Zeit ihren Machteinfluss bis zum Mittelmeer ausdehnen. Kaiser Valerian trat mit seinen Legionen dem Perser Schapur entgegen. Valerian war der einzige Kaiser der in Gefangenschaft geriet und versklavt wurde.
Septimus Odainat, der König von Palmyra, führte erfolgreiche Schalchten gegen die Sassaniden und konnte sie bis in die Persische Hauptstadt Ktesiphon verfolgen. Er eroberte zudem einige Städte zurück und konnte die Ordnung im Osten wieder herstellen.
Ihm wurde der Titel „Restitutor totius orientis“ , Erneuerer des Ostens, verliehen. Odainat wurde 3 Jahre später, 267 n Chr., von seinen Leibwächtern ermordet. Historiker sind sich uneins, ob der römische Kaiser Gallienus, dem Odainat wohl zu mächtig wurde, oder seine Frau Julia Aurelia Zenobia für den Tod Odainat´s verantwortlich war.
Palmyra konnte unter Zenobia Ägypten, Antiochien und Teile von Kleinasien erobern. 269n Chr. Erklärte sich Zenobia von Rom unabhängig. Kaiser Aurelian besiegte Zenobia und Palmyra geriet wieder unter römische Kontrolle.
Septimus Antiochus, vermutlich ein Sohn Odianat´s, bäumte sich jedoch erneut gegen Rom auf. Diesmal kannte Aurelian keine Gnade mehr und ließ Palmyra plündern und dem Erdboden gleichmachen. Der Staatsschatz wurde nach Rom gebracht.
Das Ende Palmyra´s.........
Fotos von Wikipedia und http://babsouria.online.fr
Text: McBrumm